Eva Schwab
Eva Schwab dienen eigene und fremde Fotoalben als Bildgrundlage, um Erinnerungen zu einer universellen Familien-Chronik zu verschmelzen. Diese Auseinandersetzung mit stereotypen Szenen aus privaten Fotoalben wecken Bilder und Erinnerungen, die sie malerisch auf Papier und Leinwand überträgt und erweitert. Fotografische Vorlagen und innere Bilder werden im künstlerischen Prozess transformiert, die Grenzen zwischen Realität, Assoziation und Erinnerung verwischen. Dies zeigt sich deutlich in ihren so genannten „Nachbildern“, die sich unscharf konturiert vor blassem Hintergrund, wie Schatten ihrer selbst, im Augenblick des Erinnerns einer Begebenheit vor dem geistigen Auge aufbauen.
Die Künstlerin stellt Fragen nach dem Realitätsgehalt von Erinnerungen im Allgemeinen und von Fotografien im Besonderen. Der Einsatz von Wachs beim Malen (Enkaustik) ermöglicht das Durchscheinen tiefer liegender, sich überlagernder Schichten. Auf diese Weise schafft Schwab Bilder, die Vergangenheit bewusst gegenwärtig halten.
Eva Schwab (*1966 Frankfurt/Main) studierte Malerei bei Professor Markus Lüpertz an der Kunstakademie in Düsseldorf. Seit mehreren Jahren setzt sich die Künstlerin malerisch mit ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinander und forscht an den Rändern des Sichtbaren. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
www.evaschwab.de